Angelpark-Schauen
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  1. #1
    Plötzenplatscher
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    Winteransitz: Wie warm halten?

    Servus,

    wie haltet Ihr Euch beim Winteransitz warm? Besonders an den Beinen und Füßen?

    Für die Jäger gibt es ja Ansitzsäcke, ich bin sicher, die sind toll, aber für den überwinternden Angler vermutlich nicht zu gebrauchen, weil der ja plötzlich und ungehindert aufspringen können muß. Es gibt auch tolle Ansitzdecken (Loden auf der einen Seite, dick gesteppt und isoliert auf der anderen), aber die kosten deutlich über einen Hunderter (und ich brauch ja zwei davon, einen für die Liebe meines Lebens und einen für mich...).

    Ich bin schon am Überlegen, ob ich bei irgendso einem Fernsehversender eine der dort erhältlichen waschbaren gesteppten und isolierten Polyesterbettdecken (etwas, was ich in meinem Bett niemals haben wollte) kaufen und mit ebenfalls im Internet erhältlichen wasser- und windabweisendem Sportstoff von der einen Seite doppeln soll, so daß das Ding dann von außen dicht und von innen einigermaßen warm ist.

    Groß genug, daß man darauf sitzen und es trotzdem von beiden Seiten vorne übereinanderschlagen kann muß es auch sein...

    Vielleicht bin ich auch völlig auf dem Holzweg und es gibt ganz andere Ideen?

    Aufgabe: Ihr sitzt im Winter am Wasser und wollt trotz relativer Unbeweglichkeit nicht völlig einfrieren? Wie macht Ihr das?

    Beste Grüße von der Isarfischerin

  2. #2
    Hallo Isarfischerin,

    für stundenlange Ansitze lohnt sich schon
    ein Schirmzelt. Es schützt vor Wind und kann
    auf mehrere Arten beheizt werden.
    Polnische Iso-Stiefel bis -30Grad für ca. 25,-.
    Die Unterhose(n) aus dem Wintersportfachgeschäft und darüber
    eine atmungsaktive winddichte Hose.
    Die Ski-Abfahrer haben Kleidung mit der man auch
    bei kaltem Wetter gut gerüstet ist. Ein Overall ist besser als
    Jacke und Hose. Für eine Anglerin natürlich nicht immer vorteilhaft wenn
    die Hose mal kurz runter muß. Handschuhe habe ich bei Berufsbekleidung
    bekommen. Gibts für Arbeiten im Freien oder in der Kältekammer. Auch bis
    -30Grad. Kaffee und Alkohol kühlen aus. Besser Tee oder ein heißes Süppchen.
    Wer dann noch friert trägt handgearbeitete Spezial-Höschen.
    Guppifischer und ich waren mal bei -15Grad und Nordostwind für 6 Stunden zum Eisangeln und haben es überlebt. Wir hatten sogar Erfolg beim Forellen-Pflücken.
    Unter den Hintern und in den Rücken legt man sich eine zurecht geschnittene Iso-Matte.
    Kostet im Ausverkauf auch nur wenig. 3-lagig, ca. 1-2cm dick und geschäumtes Material, eine Seite Alu-Beschichtung. Über der Kopf verliert der Körper die meiste Temperatur.
    Also Schapka und Schal nehmen.
    Ich habe alles im Laden geholt aber so sehen die Sachen ungefähr aus:

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    Gruß snoekbars
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    Geändert von snoekbars (06.02.2015 um 19:01 Uhr)
    ... wird ja langweilig wenn man jedes Mal `was fängt.

  3. #3
    Plötzenplatscher Avatar von Ronny N.
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    Hallo Isarfischerin,

    beheizbare Schuheinlagen kann ich noch empfehlen.

    Hier der Link [Links und Bilder für registrierte Mitglieder sichtbar.. ]


    @snoekbars,

    habe uns hier in der Nähe zum Strickkurs angemeldet.

    Gruß Ronny N.

  4. #4
    Hallo Ronny N.,

    wieso Strickkurs, ist Deine Hose hinten schon dünne?
    Ich aber mache mit weil meine kneift unter den Armen.

    Gruß snoekbars
    ... wird ja langweilig wenn man jedes Mal `was fängt.

  5. #5
    Waller-Knaller Avatar von Rumpelrudi
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    Hallo Isarfischerin

    Das sind schon die intimsten Geheimnisse, die jeden Winterwanderer beim Anblick eines tatsächlich noch lebenden Anglers erfrösteln lassen. Meine wärmste Winterwäsche streikt erst wenn es über ca. Windstärke 6 und -15 Grad hinausgeht. Diese Wäsche ist aber meist nicht nötig, denn bei Sonnenschein und nur -5 Grad schwitzt man darin kaputt.

    Eigentlich ist ein wohlüberlegtes Ankleiden das Wichtigste. Dabei die Physik beachten, denn Wärme steigt immer nach oben und genau das soll sie nicht. Denn das gibt kalte Füsse und bei kalten Füssen ist Feierabend.

    Fangen wir einfach mal mit dem Anziehen an. Zuerst normale Unterwäsche und ein paar dünnere Strümpfe. Ein Unterhemd muß nicht unbedingt sein. Dann wird die Thermounterhose so angezogen, dass sie über die Strümpfe fasst. Darüber kommen Mutters gestrickte Steifelstrümpfe, die bis unter das Knie reichen und auch die Thermounterhose über den Knöcheln festhalten sollen. Durch Sitzen und stehen würde die sonst nach oben rutschen und das gibt kalte Füsse. Der zweite Teil der Thermounterwäsche, nämlich die Hemdjacke, sollte auf der nackten Haut getragen werden. Aber nicht in das Hosenteil stecken, sondern darüber belassen. Die Körperwärme soll schließlich am Körper bleiben.
    Nun kannst Du eine normale Hose mit Gürtel anziehen, denn die muß auch die Thermojacke aufnehmen. Der Gürtel oder ein Koppel ist ganz wichtig für die warmen Füsse. Der Hintern heizt die Füsse mit. Ein Rollkragenpullover mit Reißverschluss, ein so genannter Seemannspullover, ist nun an der Reihe. Der kommt natürlich über den Hosenbund und je nach Wind und Kälte kann der Reißverschluss höher gezogen werden.

    1. Möglichkeit: Wenn Du eine Wathose anziehen willst, solltest Du vorher noch einen ganz dicken Pullover anziehen, damit wenig Luft aus der Wathose nach oben steigen kann. Dann kommt der Gürtel mit Koppelschlosss über die Wathose. Im Wasser stehst Du ja ohne Parka, vielleicht mit dünner Regenjacke. Wathosen haben aber den Nachteil, dass die Körperwärme kondensiert und nach 4 Stunden die Füsse unter Wasser setzen. Vorteil ist, man kann zum Aufwärmen ins Wasser gehen, denn dort ist garantiert kein Frost.
    2. Möglichkeit: Nun noch die gefütterten Thermostiefel angezogen. Natürlich mit Profil an der Thermosohle und nicht solche flachsohligen, welche nah am Frost sind. Die billigen von Allmer reichen völlig aus, kannst aber auch Meindl-Arosa für 300 € nehmen. Das Futter muss die Waden eng umschließen und die Hose kommt über den Stiefelschaft. Es sei denn, Du ziehst eine Regenschutzhose darüber. Dann kommt die normale Hose in den Stiefelschaft und die Regenhose darüber. Solche Regenüberhosen, wie die Radfahrer tragen, sind völlig ausreichend, denn die sollen nur vor Nässe und Wind schützen, wenn Du vor Hitze im Schnee eingeschlafen bist.

    Beim Winterparka schon an die Handschuhe denken, denn die Ärmel müssen so lang sein, dass sie über die Schäfte der Handschuhe reichen. Auch dort kann eine Kältebrücke zu kalten Fingern führen. Beim Ruhen werden die Hände wie bei einem Muff in die Ärmel gesteckt und nicht in die Jackentasche. Die muss unbedingt so lange wie möglich trocken bleiben, falls mal die Handschuhe ausgezogen werden.

    Jetzt noch den Schal gewickelt, denn den brauchst Du als Luftfilter, damit die eiskalte Atemluft etwas vorgewärmt wird. Pudelmütze, dann Kaputze über den Kopf und Du musst ganz schnell nach Draußen, damit Du nicht erschwitzt.

    So ausgerüstet kannst Du dich stundenlang flach auf den kalten Boden legen. Und optisch sieht es dank der Thermounterwäsche so aus, als ob Du normal gekleidet bist.
    Angeln ist die einzige Philosophie, bei der jemand, der Glück hat, satt werden kann.

  6. #6
    Plötzenplatscher
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    Hey Snoekbars, wußte gar nicht, daß Du so ein hübsches Mädel bist !

    Also: Schirmzelt war schon mal ein guter Tipp, haben wir gestern abend gleich mitgenommen und - ja, tatsächlich: Deutlich besser!

    Kalte Füße und kalte Beine ist eigentlich mein Hauptproblem, vielleicht habe ich auch noch nicht das richtige Schuhwerk. Irgenwo habe ich mal gelesen, daß jemand seine Füße nie auf dem Boden, sondern immer auf einem mitgebrachten Stück Styropor abstellt. Das werde ich mal auprobieren. Das mit dem Gürtel ist ein neuer Gedanke für mich, muß ich beim nächsten Mal gleich ausprobieren.

    Ab Hintern aufwärts friere ich eigentlich nicht so sehr, Kopf und Hals habe ich eh immer gut eingepackt, in den Handschuhen stecken notfalls Heatpads (ich stecke die Pads nicht in die Handschuhe selbst, sondern in den Saum der Handschuhe, so wärmen sie meinen Puls). Das geht alles.

    Nur Füße und Beine kriege ich nicht warm. Deshalb die Idee mit einer Ansitzdecke, die ich da drumrumwickeln könnte.

    Rumpelrudi, auch Dir danke für die lange und ausführliche Beschreibung. Ich merke schon: Ich muß mich noch deutlich mehr mit der Thematik beschäftigen, dann wir das bestimmt was.

    Die Idee, mit der Wathose zum AUFWÄRMEN ins Wasser zu gehen, entbehrt nicht eines gewissen Reizes, das muß ich schon sagen!

    Beste Grüße von der Isarfischerin.

  7. #7
    Waller-Knaller Avatar von Rumpelrudi
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    Ja, warme Füsse ist das A + O. Bei kalten Füssen nützt das wärmste Outfit nichts. Die Zeiten, als wir uns als Jugendliche daran begeisterten, wenn wie von Geisterhand vor Kälte die Kniescheibe anfängt zu flattern, sind zum Glück vorbei. Das kann ich auch nicht mehr ab.

    Meine wärmsten Stiefel habe ich zu Zeiten gekauft, als wir noch zur Winterzeit häufig zum Brandungsangeln gefahren sind. Schneebedeckter Strand und der Wind pfiff uns um die Ohren. Die freundlichen Hinweise seltener Strandwanderer auf die nahegelegene psychiatrische Klink waren obligatorisch. Ein mitgebrachter Wetterschirm war die reinste Luxus-Kuschelecke.

    Damals kaufte ich von Aicad die polarerprobten Yetistiefel mit waschbaren Innenschuh. Die ziehe ich heute noch in der Freizeit an, wenn es besonders kalt ist. Nie wieder kalte Füsse ist ein tolles Gefühl.

    Der Wind wirkt als starker Wärmeableiter, weshalb das mit dem Hinlegen kein Witz ist. Wenn kein Wetterschutz da war, haben wir uns flache Mulden hinter großen Steinen für die Nacht vorbereitet. Die die Angriffsfläche so klein wie möglich halten.
    Angeln ist die einzige Philosophie, bei der jemand, der Glück hat, satt werden kann.

  8. #8
    Hallo Isarfischerin,

    die Decke über die Knie - das hilft auf jeden Fall.
    Fleece halte ich für das beste.
    Die geschäumten Stiefel sind recht günstig und einen
    Versuch wert. Ich habe genau diese zum Eisangeln.
    Dicke Socken aus Mischgewebe bis zum Knie
    gibts im Jagdausstatter oder Sockenshop. Overknees heißen die für Mädels.

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    Die Stiefel eine oder zwei Nummern größer bestellen!
    Bei den Herrengrößen sind die Stiefelschäfte höher.
    Manche Eisangler tragen auch einfach nur einen Floater und Iso-Stiefel.

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    Zieht Euch warm an sonst greift's den Darm an.

    Gruß snoekbars
    Geändert von snoekbars (08.02.2015 um 19:22 Uhr)
    ... wird ja langweilig wenn man jedes Mal `was fängt.

  9. #9
    Mitläufer Avatar von Raven
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    Dann melde ich mich doch zu diesem Thema mit zwei Grundsätzen für mich auch mal zu Wort:

    1. kenne ich keine Frau die keine kalte Füße hat (selbst im Sommer nicht). Also @Isarfischerin keine Chance nicht zu frieren.

    2. bin ich froh,wenn ich lese was Ihr alles habt und alles anzieht, dass ich im Winter nie einen Ansitz mache sondern immer mit meiner Blinker oder Sbirolinorute in Bewegung bin.Und Bewegung ist dass beste Mittel gegen Kälte.Natürlich schon in warmen Schuhen und Klamotten.
    In diesem Sinne: Möge es doch bald Frühling werden.

  10. #10
    Angler Avatar von joschn
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    Die Füße auf einem Stück Holz ablegen und unter die Beine eine Blumentopfheizung und du kannst beinahe auf die lange Unterhose verzichten .
    Grüße vom Rand der schwäbischen Alb,

    Jörg

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