Salz in der Werra nimmt kein Ende
Niedersachsen bleibt außen vor
Düngemittelhersteller will Kaliproduktion vertraglich sicherstellen
Ein Vertrag zwischen Hessen und Thüringen mit dem Düngemittelhersteller K+S zur Sicherung der Kaliproduktion löste heftigen Protest bei Niedersachsens Umweltminister aus.
Die Vereinbarung lege eine Strategie fest, ohne die Hauptbetroffenen zu beteiligen, und stelle einen Eingriff in die Interessen Niedersachsens dar. Es werde außerdem nicht genug zur Reduzierung der Rückstände aus der Kaliproduktion unternommen.
Da die Werra einen Quellfluss der Weser darstellt und in den letzten Jahren nach der Wiedervereinigung enorme Anstrengungen unternommen wurden, die Salzeinleitung in die Werra auf thüringer Seite zu reduzieren, wäre dieser Vertrag ein Schlag ins Gesicht derer, die gehofft haben, dass zumindest an der Werra ein Umdenken zugute des Naturschutzes statt gefunden hat.
Die Werra soll wiederholt ein billiger Entsorgungsgraben zulasten der flussabwärts liegenden Anliegerländer werden, wie vor der Wiedervereinigung.
Quelle: mt-online
www.mt-online.de/mt/lokales/regionales/?cnt=2813046&index_page=2