Bachforellen und Mühlkoppen sterben in Massen
Hunderte von Fischen sind am Wochenende aus bislang noch nicht geklärter Ursache in der Schelde zwischen Oberscheld und Niederscheld verendet. Zwischen dem Kindergarten und der Straße "Bienengarten" - einem Bereich von ca. 50 Metern Länge - stellte ein Mitglied des Dillenburger Angelsportvereins das Fischsterben fest und informierte am 23.08.08 um 18.00 Uhr die Polizei. Nach einer ersten Überprüfung des Gewässers noch am Abend des 23.08.08, suchten am heutigen Tage der Umweltsachbearbeiter der Dillenburger Polizei sowie zwei Beamte des Umweltkommissariates aus Gießen den Bach auf. Die Schelde verläuft in diesem Bereich über eine Strecke von ca. 500 Metern in Rohren. Am unteren Ende der Rohre (Richtung Niederscheld = Fließrichtung des Baches) stellten sie Hunderte toter Fische (Bachforellen und Mühlkoppen) und einen toten Flusskrebs fest. Aber auch oberhalb der Rohre (Richtung Oberscheld) lagen tote Fische auf dem Grund. Die Experten entnahmen Gewässerproben, die bei einer ersten Analyse jedoch keine auffälligen Ergebnisse lieferten. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass zur Tatzeit kurzfristig für Fische tödliche Stoffe in die Schelde eingeleitet wurden. Die Ermittlungen wegen einer Gewässerverunreinigung gemäß § 324 des Strafgesetzbuches dauern an. Dieses Vergehen kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet werden. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise. Wer kann Angaben zu dem Fischsterben machen? Wer hat gesehen oder davon gehört, dass jemand umweltgefährdende Stoffe in die Schelde eingeleitet hat? Hinweise erbittet die Polizei in Dillenburg unter Tel.: 02771/907-0 oder das Umweltkommissariat in Gießen unter Tel.: 0641/7006-0.
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