Angler verletzt sich an Petermännchen
An den ungewöhnlichen Fisch an seiner Angel erinnert sich Hans Uwe Börner, als wenn es gestern war. „Ich dachte noch, wat dat wohl ist, mit so vielen aufgerichteten Stacheln. Richtig aggressiv sah der aus“, beschreibt der 56-jährige Mecklenburger seinen Fang.
Ein Petermännchen hatte angebissen – ein Giftfisch, den es eigentlich in der Ostsee gar nicht geben sollte. Der versierte Angler verhielt sich zwar vorsichtig, dennoch verletzte er sich an den Stacheln. Es folgten Lähmungen und Schmerzen, das Taubheitsgefühl quält Börner noch heute, so viele Monate später.
„Am Ringfinger der rechten Hand hat er mich erwischt. Ich hab erst nur einen kleinen Blutstropfen gesehen, ein paar Minuten später wurde mir übel und mein ganzer Arm schwoll an, aber wie“, erzählt Börner. Zwei Stunden brauchte sein Cousin, der mit ihm im Boot auf die Ostsee gefahren war, zurück in den Hafen. „Mir ging es immer schlechter. Zu Hause in Neukloster hab ich nur noch wirres Zeug geredet.“
Seine Frau habe ihn gedrängt, einen Krankenwagen zu rufen, „aber als Mann ist man ja bollenhart, ich dachte mir, das wird schon wieder“. Heute bereut Börner, der selbst ehrenamtlicher Feuerwehrmann ist und jeden in schneller Erster Hilfe belehrt, seine eigene Feigheit. Erst am nächsten Tag ging er zum Arzt, der ihn sofort ins Krankenhaus überwies.
Quelle:
Haz.de Klick für kompletten Bericht