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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anglergedicht



flyrod
19.02.2010, 20:44
Zwei Angler stehn am Elbestrand, mit ihrer Angel in der Hand.
Sie stehen da und Angeln Barsch, das Wasser geht ihnen bis zum Knie.

Wie das reimt sich nicht?

Na wartet ab bis die Flut kommt! :prost:

Pütt
20.02.2010, 12:53
Obzwar der Angler lange harrt, erscheint es, das ihn alles narrt, es mangelt sehr ihm noch an Beute: "Ein schlechter Fangtag scheinbar heute".! :up:

Quelle: Angelgedichte (Google)

flyrod
20.02.2010, 14:12
gefällt mir auch sehr gut :D :D :D

mfg Flyrod

Rumpelrudi
21.02.2010, 22:01
Die Forelle

In einem Bächlein helle.
Da schoß in froher Eil
Die launische Forelle
Vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade
Und sah in süßer Ruh
Des muntern Fisches Bade
Im klaren Bächlein zu.

Ein Fischer mit der Rute
Wohl an dem Ufer stand
Und sah´s mit kaltem Blute,
Wie sich das Fischlein wand.
So lang dem Wasser Helle,
So dacht ich, nicht gebricht,
So fängt er die Forelle
Mit seiner Angel nicht.

Doch plötzlich ward dem Diebe
Die Zeit zu lang. Er macht
Das Bächlein tückisch trübe,
Und eh ich es gedacht,
So zuckte seine Rute,
Das Fischlein zappelt dran,
Und ich mit regem Blute
Sah die Betrogne an.

Das ihr am goldnen Quelle
Der sichern Jugend weilt,
Denkt doch an die Forelle;
Seht ihr Gefahr, so eilt!
Meist fehlt ihr nur aus Mangel
Der Klugheit. Mädchen, seht
Verführer mit der Angel!
Sonst blutet ihr zu spät.

Christian Friedrich Daniel Schubart (1782)

flyrod
22.02.2010, 00:01
Hallo ist ein sehr schönes Gedicht, welches meine Eltern, glaube ich, in der Schule lernten.

Soll mal einer sagen, Angler sind Kulturbanausen! :up:

lg Flyrod

Rumpelrudi
22.02.2010, 02:58
Reim eines unbekannten Bremer Blocklanders


Seit einigen Jahren hat sich hier
in uns'rer schönen Blocklandwelt
zu Rehbock, Gans und Vogeltier
ein neues Säugetier gesellt.

Zwar wird's von ersteren gemieden,
und das leuchtet jedem ein
es ist halt gar zu sehr verschieden.
Gemeint ist hier das Deichschwein.

Es kommt gepackt mit Fressereien
an Wiesen und Deich sich zu erfreuen,
setzt sich dann hin am schönsten Platz
und stopft sich alles in den Latz,

geht es dann weiter vollgefressen
sieht man genau wo es gegessen:
Einkaufstüten, Büchsen, Flaschen,
Coladosen, Plastiktaschen...

das alles liegt am Deich herum.
Man sieht, das Deichschwein ist dumm.
Es trägt hinaus gern voll und schwer
nach Haus wär's leichter, weil ja leer.

Das jedoch geht dem Deichschwein
nicht in den Schädel rein.
Im Sommer drauf, am selben Fleck,
setzt es sich in den eigenen Dreck !

bobby
23.02.2010, 10:22
Hab ich gerad im Netz gefunden :up:

Der Angler!

Man sieht ihn, rucksackhaft mit Rute,
samt einem Netzchen, oft aus Jute,
hin zu dem Wasser sich begeben,
worin bekanntlich Fische leben.

Ob nicht auf jener Wasserfläche
ein Ringlein gleich Erfolg verspräche,
vielleicht ein Fisch mit Eleganz
beklatscht das Wasser mit dem Schwanz.

Ihn führt instinktmäßig ein Riecher,
er wittert beinah diese Viecher,
so das er, der den Drang verspührt,
erfolgversprechend sich postiert.

Dann formt er Glied um Glied die lange,
doch interessante Angelstange
komplett zu einem Fanggerät,
dieweil er schon nach Zeichen späht.

Nachdem das Häkchen er beködert,
die Rute dieses fortgefedert,
erblickt man eben, wo auch immer,
den Angler, Rute, Schnur und Schwimmer.

So steht er, oft schon zeitig früh,
dem Wasser sprachlos vis a vis,
erwartend jene wundervollen
Dinge - die da kommen sollen.

gefunden in der "Fischen und Angeln" Nummer 6 / Juni 1953

flyrod
23.02.2010, 13:35
Ist auch ein sehr schönes Gedicht, vor allem weil der Ausgang des Angelns offen bleibt, wer weiß warum...? :D :D :D